Deutschland fordert von der Privatbank Julius Bär 135 Millionen Euro. Nun hat das Institut die Klageantwort vor dem Zürcher Bezirksgericht eingereicht.
Fragwürdiger Handel mit dem DDR-Regime
Bericht der Tagesschau des Schweizer Fernsehens über die geheimen Umgehungsgeschäfte der Stasi in der Schweiz
Beitrag vom 07.11.15 ansehen
„Kartell von Geheimdienstagenten und skrupellosen Technologieschmugglern“
Rezension von Gerhard Besier (Sächsische Zeitung, 13.10.15)
Ricardo Tarli berichtet über das „Operationsgebiet Schweiz“. Die Schweiz diente der Stasi als „Operationsbasis ihrer wirtschaftskriminellen Machenschaften, für konspirative Treffen, als Operationsbasis für die Ausspionierung des Klassenfeindes, aber auch als möglicher nachrichtendienstlicher Rückzugsort für operative Tätigkeiten gegen den Hauptgegner Nato im Kriegsfall“.
Ähnlich wie die westdeutschen Geheimdienste war auch der Schweizer Staatsschutz nahezu wirkungslos bei der Abwehr der ostdeutschen Aktivitäten. Verantwortlich für das Versagen der Sicherheitskräfte war nicht nur deren Unfähigkeit.
Tarli zufolge gab es ein Kartell von Geheimdienstagenten, skrupellosen Technologieschmugglern, dubiosen Geschäftsleuten und opportunistischen Politikern. (…)
lesen Sie hier die vollständige Rezension
Auf den Teller statt in die Tonne
Deutsche Verbraucher verschwenden Unmengen an Lebensmitteln. Obwohl ein Umdenken eingesetzt hat, geht die Abfallmenge kaum zurück. Der Ruf nach verbindlichen Vorschriften für Produzenten und Verbraucher wird lauter.
zum Artikel (NZZ, 08.09.15)
Aufarbeitung der internationalen Beziehungen der DDR
Rezension von Enrico Seewald, Forschungsverbundes SED-Staat:
Es liegen bislang nur wenige Untersuchungen über schweizerisch-ostdeutsche Beziehungen vor. Um so erfreulicher ist es, wenn Autoren aus dem Alpenland sich der Materie annehmen. (…)
Dem Thema hatte sich schon 2006 der ehemalige Schweizer Untersuchungsrichter und Sicherheitsoffizier im Armeestab, Peter Veleff, in seinem Buch “Spionageziel Schweiz?” angenommen, das wegen seinem unkritischen Umgang mit Aussagen hoher Staatssicherheitsoffizieren als zu naiv bewertet worden ist. In Tarlis Buch wird hingegen mit Schweizer Behörden abgerechnet.(…)
Tarlis Operation Schweiz ist gut lesbar und trägt zur Aufarbeitung der internationalen Beziehungen der DDR bei. (…)
(Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat, Ausgabe Nr. 37/2015)
Die Zuger Stasi-Connection
Die Schweiz war während des Kalten Krieges Drehscheibe illegaler Technologietransfers. Die Stasi bezog von einem Zuger Schwarzhändler Überwachungstechnik für ihren Repressionsapparat. Bekannte Zuger Anwälte und Politiker waren in dubiose Umgehungsgeschäfte mit der DDR verstrickt und unterstützten so das kommunistische Regime.
zum Artikel auf zentralplus.ch
„Das Buch will aufrütteln“
Der junge Historiker Ricardo Tarli hat keine Angst, heisse Eisen anzufassen. In seinem Buch, zu dem er minutiös recherchiert hat, bringt er Licht in Angelegenheiten, die man lange verschwiegen hat.
Die Schweiz war keineswegs das antikommunistische Bollwerk, als das sie während des Kalten Krieges wahrgenommen wurde. (…)
Das Buch will aufrütteln und ein Detail der Schweizer Geschichte aufzeigen, von dem bisher nur extrem wenig bekannt war.
Der Autor spricht eine gut lesbare, sachliche, klare Sprache, die aufdeckt, erklärt, Fragen stellt, die teils beantwortet werden oder auch im Raum stehenbleiben.
Der Leser bildet sich eine eigene Meinung zu dieser schonungslosen aber hochinteressanten Lektüre.
(Ursula Bonetti, Schweizer Soldat, 01.09.15)
SPIEGEL Online
„Honorige Schweizer Bürger halfen der fast bankrotten DDR Ende der achtziger Jahre sich zu refinanzieren und waren dabei, als nach der Wende DDR-Vermögen versteckt wurde, schreibt der Schweizer Journalist und Historiker Ricardo Tarli in der Schweiz am Sonntag: „Erst jetzt, 25 Jahre nach dem Ende der DDR, kommen dank der Auswertung von Stasi-Akten und von bislang gesperrten Staatsschutzakten aus dem schweizerischen Bundesarchiv die Geschäfte der Stasi in der Schweiz ans Licht: Die Palette reicht von Geldwäscherei über Waffenhandel bis zu Schmuggel von Elektronik. Brisant: In das Stasi-Netzwerk waren prominente bürgerliche Schweizer Politiker verstrickt.“ (SPIEGEL Online, 04.08.15)
Wie sich die Eidgenossen in Stasi-Geschäfte verstrickten
Arkadiusz Luba, Deutschlandradio Kultur:
Ricardo Tarli hat ein bedrückendes Buch über Geldwäscherei, Wirtschaftsspionage und Waffenhandel geschrieben und somit ein weiteres wichtiges Kapitel aufgeschlagen, den Mythos Schweiz zu entzaubern. Er stellt sich damit in eine Reihe mit seinen mutigen Vorgängern. (…) Ricardo Tarli zeigt faktenreich, wie eng die Verbindung zwischen Schweizer Unternehmern, Bankern und Politikern mit dem Geheimdienst der DDR war, und dass die Schweiz in einigen Bereichen von der ostdeutschen Diktatur profitierte. Eine spannende, lehrreiche Lektüre!
Wie DDR-Spione die Schweiz für Deals nutzten
DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski ist tot. Doch seine kriminellen Geschäfte beschäftigen Schweizer Banken, Politik und Gerichte bis heute.
Artikel aus Handelszeitung online (03.07.15)